Messung der Griffigkeit


Griffigkeitsmesssystem SKM (Schniering Ing.-GmbH.)

Einsatzmöglichkeiten

  • Netzweite Erfassung der Zustandsgröße Griffigkeit.
  • Messung der Griffigkeit im Rahmen der Abnahme von Neubau- und Erhaltungsmaßnahmen.
  • Messung der Griffigkeit im Rahmen der Gewährleistung.
  • Sachverhaltsklärung im Bereich von Unfallschwerpunkten.
  • Objektbezogene Beurteilung der Griffigkeit.

    Messsystem, Messprinzip und Zustandsgröße Griffigkeit

  • Das Messsystem SKM (auch Sideway-force Coefficient Routine Investigation Machine genannt) gem. TP Griff-StB verwendet das Prinzip des zur Fahrtrichtung schräggestellten und unter Seitenschlupf abrollenden Messrades (Schräglaufwinkel 20o).
  • Das Messrad ist ca. 1,5 m vor der Hinterachse des Träger-LKW montiert.
  • Auf angenässter Fahrbahnoberfläche wird mit dem profillosen, in der rechten LKW-Rollspur laufenden Messreifen (Reifeninnendruck 3,5 bar) der Seitenreibungsbeiwert bei definierter Sollgeschwindigkeit (BAB: 80 km/h; Bundesstraßen: 60 km/h; Stadtstraßen, kommunale Straßen: 40 km/h) ermittelt.
  • Von der Istgeschwindigkeit werden die ermittelten Griffigkeitswerte gemäß ZTV-ZEB/D4 auf die Sollgeschwindigkeit umgerechnet.
  • Zur Annässung der Messspur ist unser Trägerfahrzeug mit einem 10 m³ Wassertank ausge­rüstet, der bei einer definierten Wasserfilmdicke von 0,5 mm eine Messlänge von bis zu 200 km ermöglicht.
  • Zur Charakterisierung der Fahrbahngriffigkeit wird der Seitenreibungsbeiwert m bzw. SFC (engl.: Sideforce Coefficient) gebildet. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis der durch Reibung auf das Messrad einwirkenden Seitenkraft zur Normalkraft des Messrades bei einer Radlast von 200 kg.

    Lokalisierungs- und Orientierungssystem

  • In unserem Griffigkeitsmesssystem kommt das Satellitennavigationssystem DGPS (Differential Global Positioning System) mit einer Genauigkeit von + 3 m (bei DGPS-Empfang) zum Einsatz.
  • Die Zuordnung zum bundesweiten Netzknotensystem erfolgt über Gauß-Krüger-Koordinaten.
  • Die Messweglänge wird über Impulsgeber mit 1 mm Wegauflösung bestimmt. Als weitere Hilfsgrößen dienen die Tastatureingaben des Operators während der Messung.
  • Zusätzlich ist unser Messsystem mit einer Frontvideokamera ausgerüstet, deren Aufnahmen den Zustand der gemessenen Fahrbahn zum Messzeitpunkt dokumentieren.

    Auswertung und Bewertung der Messergebnisse

  • Die Auswertung und Bewertung erfolgt bei Abnahmemessungen gemäß TP Griff-StB und bei netzweiten Erfassungen gemäß ZTV-ZEB/D4 bzw. ZTV-ZEB/D6 sowie den Regelungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen.

    Darstellung der Messergebnisse

  • Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt in tabellarischer, grafischer und/oder kartografischer Form.
  • Die Ergebnisse der Griffigkeitsmessung können gemeinsam mit anderen im Rahmen einer Zustandserfassung ermittelten Zustandsgrößen, z. B. unter Verwendung des Programm­systems „STRADIVARI“ , in einer Straßendatenbank zusammengefasst werden.

    Verkehrssicherheit

  • Das Messfahrzeug ist selbstsichernd gemäß HSM 2000 (Hinweise zur Sicherung von Messfahrzeugen) ausgestattet.
  • Eine zusätzliche Absicherung ist nicht erforderlich.
  • Durch das „Mitschwimmen“ im fließenden Verkehr ist eine Verkehrsbehinderung praktisch ausgeschlossen.
       
                 
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